Von Liebe und Sounds


Liebe Menschen,

ich schreib mir wirklich einen Wolf. Man muss ein richtiges Organisationstalent sein, um zu managen, wie man sich erst all die Performances anguckt und Events, Aktionen und Installationen, um dann ganz schnell die Notizen zu ordnen, um dann die Blogeinträge zu verfassen, um dann wieder weiter zu hechten, um rechtzeitig am nächsten Spielort zu sein. Aber ich will nicht meckern. Obwohl sich mein Hirn so langsam anfühlt wie eine ausgepresste Zitrone, muss ich doch sagen, dass mir diese Tätigkeit riesig Spaß macht und ich hoffe, dass ihr die verfassten Zeilen mit regem Interesse liest.

Nun denn. Jetzt kommen wir zu einer anderen Performance, die am Donnerstag in der Christuskirche stattgefunden hat. L.I.B.I.D.O nennt sich das Performance-Duo (Lesezirkel Intellektueller Bauarbeiter In Dementia Ovaris), bestehend aus Steffen Müller und Christian Kirschler aus dem Pott und Wien. Die Performance beschäftigte sich mit dem allseits präsentem Thema "Liebe." Der Zugang dazu war sehr sympathisch, denn es wurden Texte aus der Trivialliteratur vorgetragen und mit Soundeffekten und Tönen untermalt. Bei dramatischen Textpassagen zum Beispiel wurde angekündigt, dass die Sounds auch dramatisch klingen sollten. Das Publikum wurde insofern mit einbezogen, da die Performer nach den Namen eben dieser fragten und sie geschickt in die vorgetragenen Textpassagen einbauten. Es war auf jeden Fall eine lustige Sache und bestimmt viele haben einmal drüber nachgedacht, wie man Triviales von einer Metaebene aus betrachten kann und man sich ruhig fragen sollte, was im eigenen Leben und Empfinden das kulturell konstruierte Wort Liebe für eine Rolle spielt.


Ganz viel Liebe

Deniz Bulan für megaFon2012