Ich bau dir ein Schloss aus Sand...

Ja, heute hat das Presseteam wirklich sehr viel zu tun. Wir hechten zwischen den Veranstaltungen hin und her und zwischendurch verfassen wir die Blogeinträge, damit auch alle einen Eindruck von dem Festival haben, die es nicht geschafft haben, da zu sein.

Um 15 Uhr fand die Performance "Ich möchte ein Sandkorn sein" von liaison à faire statt. Die Idee dazu hatte Lena Tempich, in der die Performance waren Lena Tempich und Uli Frank involviert. Da seit dem natur-Festival ganz viel Sand im FKT, dem Freien Kunstterritorium, auf neue liebende Eltern wartete, dachten sich die Künstler_innen, aus den Sandkörnern Zeitzeug_ zu machen, die sich miteinander vereinigen können. Das alles wurde auf eine sehr witzige und unterhaltsame Art umgesetzt. Anbändelnd an unser megaFon-Manifest, vermählten sich Wissenschaft und Performance, in dem man analytisch und wissenschaftlich an die Substanz Sand herangegangen ist. Dabei wurden Sandhäuser zerstört, unter anderem mit Böllern, um zu zeigen, wie vergänglich und unkaputtbar das Ganze doch gleichzeitig sein kann. Es wurde auch mit Redensarten gespielt. "Den Kopf in den Sand stecken" ist negativ konnotiert. Doch auch dort gibt es was Positives. Die Besucher_innen konnten ihren Kopf in ein Sandloch stecken, was sie dann aber sahen, war eben nicht das Eingeengte und Blinde, nein, ihnen wurde eine Möglichkeit gegeben, durch ein anderes Loch rauszugucken und etwas Neues, Anderes zu sehen.

Insgesamt war das alles sehr unterhaltsam und witzig und der ganze Sand als Performance-Ort und die Verschmelzung aus wissenschaftlichen Versuchen und Erkenntnissen mit Performance waren sehenswert.

Euer Deniz Bulan für megaFon 2012