Anna Kpok - das zeitzeug_ste Ereignis in BO-Town

Diesmal habe ich die große Ehre über das Künstler_innen-Kollektiv "Anna Kpok" zu schreiben. Es ist schwer, Anna Kpok zu beschreiben, aber gerade das macht den Reiz dieser Formation aus.
Als wirklich subversives und intelligentes Kollektiv, das von Performances über Installationen bis zu Theaterstücken vieles passieren lässt, war es natürlich sonnenklar, ihnen eine Plattform für ihre begeisternde und zum Nachdenken auffordernde Kunst zu geben.
Anna Kpok wird mit drei Installationen und Performances vertreten sein.

Die erste Installation ist ein analoges Gästebuch. Anna Kpok fordert vorbeigehende Menschen auf, sich auf schwarzen Flächen unter der bekannten Brücke am Ende des Bermudadreiecks zu verewigen, etwas zu schreiben, zu malen, Kunst zu schaffen oder eben vorbeizugehen und zu lesen. Und siehe da, die Wände sind voll mit Bildern, Unsinnigem, Sinnigem, Kritischem. Es lohnt sich, da mal vorbeizugehen und sich das anzugucken. Mehr davon auf www.annakpok.de

Die zweite Installation unterstützt die Aktion "Dead Drops" von Aram Bartholl. Idee dabei ist, ein anonymes, offline, peer to peer file-sharing Network in der Öffentlichkeit aufzubauen. Parolen wie "Uncloud your files today" oder "Free your data to the public domain in cement" zeigen, wie intelligent und kritisch diese Aktion ist. Anna Kpok hat an der Rotunde, am GEW Haus gegenüber des Festivalzentrum und an der Viktorias./Ecke Haus der Geschichte des Ruhrgebiets Dropdeads installiert. Geht vorbei und werdet teil dieser großartigen Bewegung.

Die dritte Performance findet am 16.06.2012 kurz vor der Abschlussparty an der Rotunde und Umgebung statt. Die Performance heisst "Die Tonne" und ich will es spannend halten und nichts verraten, aber natürlich steckt da wieder sehr viel subversives und kritisches hinter, so wie man Anna Kpok. Sie machen es eben nicht allen recht und wollen mit ihrer Kunst einfach aufrütteln, auffordern zum Reflektieren, ohne dabei Lösungen und Wege vorzugeben, weil es den Künstler_innen dieses Kollektivs sehr wichtig ist, dass die Menschen eigenständig nachdenken und reflektieren, um so Mauern und Strukturen einzureissen und neue Diskurse zu schaffen.

Ich freue mich sehr darauf, diese Performance und die Installationen zu erfahren.

Fühlt euch gezeitzeug_t


Euer Deniz Bulan für megaFon 2012

Kreide Gästebuch unter Bochum Eins

Dead Drops

Die Tonne